Nachhaltige Destinationsentwicklung in Bayern

Partizipative Ansätze für eine größere Tourismusakzeptanz?

© Panther Media/matej kastelic


Wie kaum eine zweite Branche ist die Tourismusbranche in den letzten Jahrzehnten von einem Rekord zum nächsten geeilt: Immer mehr Menschen sind unterwegs, die Umsätze steigen, und die Räume, die einer touristischen Erschließung noch nicht zum Opfer gefallen sind, werden zunehmend seltener. Diese Entwicklungen haben in den letzten Jahren eine Diskussion hinsichtlich des Phänomens Overtourismus in Gang gesetzt, das die negativen Seiten eines weitgehend grenzenlosen Tourismus widerspiegelt, insbesondere zunehmende Vorbehalte seitens der lokalen Bevölkerung, überlastete Infrastrukturen und negative Auswirkungen auf Klima und Umwelt.

Selbst die jüngeren Implikationen einer global diffundierten Epidemie – Stichwort Corona – führen nicht dazu, dass die Widerstände gegenüber einer zunehmenden Touristifizierung der Alltagsstrukturen abreißen. In diesem Zusammenhang sei auf die ansteigende, Corona-induzierte touristische Mobilität verwiesen, die sich in Naherholungsgebieten im Einzugsbereich urbaner Agglomerationen ergibt. Will man entsprechenden, ausgesprochen komplexen Herausforderungen gerecht werden, bedarf es – angesichts einer avisierten nachhaltigen Tourismusentwicklung – einer forcierten Partizipation der betroffenen Bürgerinnen und Bürger.

Das Projekt geht der zentralen Frage nach, wie Beteiligungsmodelle in den teilnehmenden Destinationen zu gestalten sind, damit diese den spezifischen kultur-und wirtschaftsraumspezifischen Anforderungen entsprechen können. Die erarbeiteten Projektergebnisse sollen in einen praxisorientierten Handlungsleitfaden einfließen.

  • Prof. Dr. Marcus Herntrei (Technische Hochschule Deggendorf, European Campus Rottal-Inn)
  • Prof. Dr. Markus Pillmayer (Hochschule für angewandte Wissenschaften München, Fakultät für Tourismus)
  • Prof. Dr. Nicolai Scherle (FOM Hochschule für Oekonomie und Management, Hochschulzentrum München)
  • Dr. Viachaslau Nikitsin (Technische Hochschule Deggendorf, European Campus Rottal-Inn)


Interessiert?

Lesen Sie mehr dazu im Artikel "Austausch fördern und Mitwirkung stärken" von Markus Pillmayer, aktuell erschienen in der Passport 1/2021.

Kontakt

Prof. Dr. Markus Pillmayer
Raum: S 212

Tel.: 089 1265-2122
Fax: 089 1265-2108

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