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Auf den geldpolitischen Spuren von Sisi

Teilnehmer des Kompetenzfelds beim Vortrag in der bayerischen Hauptverwaltung der deutschen Bundesbank (Foto: Felix Kolbeck)
Teilnehmer des Kompetenzfelds beim Vortrag in der bayerischen Hauptverwaltung der deutschen Bundesbank (Foto: Felix Kolbeck)

[17|01|2019]

Besuch bei der bayerischen Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank

 

Am 13. Dezember 2018 führte es die Studierenden des Kompetenzfelds „Tourism Financial Management“ unter Leitung von Prof. Dr. Felix Kolbeck und Prof. Dr. Marion Rauscher in die bayerische Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in München. Als unabhängige deutsche Zentralbank ist ihr zentrales Geschäftsfeld die Geldpolitik im Eurosystem, in welchem sie zusammen mit den übrigen nationalen Zentralbanken und der Europäischen Zentralbank tätig ist. Im Rahmen der Exkursion konnten die Studierenden somit aus erster Hand etwas über die aktuellen geldpolitischen Maßnahmen im Euroraum erfahren.

 

Anfänglich wurden die Teilnehmer jedoch über die historische Bedeutung des Palais in der Ludwigstraße 13 informiert. Denn in dem denkmalgeschützten Gebäude kam am 24. Dezember 1837 „Sisi“ – Elisabeth Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn zur Welt und nicht, wie häufig angenommen, in der Sommerresidenz der Familie in Possenhofen. So zeugt auch der Saal, in dem der anschließende Vortrag stattfand, von einer feudalen Vergangenheit.

 

Während die Grundlagen über das europäischen Zentralbankensystem und die geldpolitischen Instrumente bereits in der Theorie im Unterricht gelegt wurden, widmete sich dieser 90-minütige Vortrag den aktuellen Geschehnissen und einem zukünftigen Ausblick. In den interaktiven Ausführungen des Referenten wurde einerseits das klassische Instrument der Leitzinssteuerung diskutiert. Andererseits kam die temporäre Sondermaßnahme des „Quantitative Easing“, insbesondere das Anleiheaufkaufprogramm, zur Sprache. Eine intensive Diskussion rundete die Veranstaltung am Ende ab. Die hohe Aktualität der Themen zeigte sich dann auch just am Nachmittag nach der Exkursion, als der EZB-Rat bekannt gab, die Nettoankäufe zum Dezember 2018 zu beenden. Auch vor diesem Hintergrund stellte sich die Exkursion als eine ideale Verzahnung von Lehre und Praxis dar.