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Quo vadis Budget-Hotellerie?

Podiumsdiskussion mit den Experten aus der Branche (Foto: Katharina Knak)
Podiumsdiskussion mit den Experten aus der Branche (Foto: Katharina Knak)

[15|11|2018]

Das Geheimnis hinter der Erfolgsgeschichte der Budget-Hotellerie wurden im Rahmen des „Master Forum Tourismus“ von Experten, Professoren und Studierenden diskutiert.

 

Zu Gast bei der Veranstaltung waren vier hochkarätige Referenten, welche als Pioniere des Budget-Segments gelten und entscheidende Akzente in ihrer Branche setzen: Max C. Luscher, Geschäftsführer der B&B Hotels, Johannes Eckelmann, geschäftsführender Gesellschafter des buddy Hotels, Nizar Rokbani, Gründer und Geschäftsführer der Schulz Hotels und Katja Leveringhaus, Inhaberin der explorer Hotels.

 

Die Moderatoren Lina Bauer und Robin Barth eröffneten die Veranstaltung und übergaben das Wort an den Dekan der Fakultät Professor Felix Kolbeck. Zunächst assoziierte er mit dem Thema des Abends den Monumental-Film „Quo vadis“, in welchem das Budget offenbar keine Rolle spielte und regte somit zu weiterem Denken an. Auch die beiden Mentoren und Hospitality Management Professoren Axel Gruner sowie Burkhard von Freyberg begrüßten das Fachpublikum, sprachen von dem Wandel und der im Vergleich zu anderen Hotelkonzepten oftmals höheren Profitabilität in der Budget-Hotellerie.

 

„Wir sind Mittel zum Zweck“

Die Impulsvortragsreihe startete der Geschäftsführer der B&B Hotels Max C. Luscher. Als eine der in Deutschland aktivsten Hotelketten im Budget-Segment sind sie dennoch weiterhin auf Expansionskurs. So eröffnete die Hotelgesellschaft in der Woche vor der Veranstaltung elf weitere Hotels in nur sieben Arbeitstagen. Dabei sehen sie sich als „Mittel zum Zweck“. „Man fährt nach Berlin wegen der Stadt und nicht wegen des Hotels. Daher schaffen wir ein günstiges Produkt, damit unser Gast das Geld vor Ort ausgeben kann.“

 

Schlafen bei Deinem Best-Buddy

Innovativ, minimale Fläche und maximaler Komfort – all dies vereint das im Jahr 2016 eröffnete buddy Hotel im Herzen Münchens. Unter dem Motto „Unterkommen bei Deinem besten Spezl“ begrüßte Johannes Eckelmann das Publikum und übermittelte sofort den Kern der buddy-Erfolgsgeschichte. Mit seinem Konzept setzt buddy neue Maßstäbe in puncto Flächeneffizienz mit gerade einmal einer Bruttogeschossfläche von 19 m² statt branchenüblichen 30 m² pro Zimmer.

 

Beherbergung mit Seele

Nizar Rokbani leitete seinen Impulsvortrag mit den Worten „wir wollen ein Statement setzen!“ ein. Als Hotelier sieht er sich in der Verantwortung, jedem das Reisen zu ermöglichen, weshalb er sich mit Schulz Hotels bewusst im Budget-Segment positioniert. Ein weiteres Statement setzt er mit der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. So gründete Schulz Hotels seine eigene Schule für Kinder aus bildungsferner Familien; worauf Nizar Rokbani besonders stolz ist.

 

Basislager für Alpenentdecker

Katja Leveringhaus ist mit ihrem Konzept der explorer Hotels nicht mehr aus der Ferienhotellerie im Budget-Segment wegzudenken. Mit ihrem Basislager für Alpenentdecker entwickelte sie neuartige, auf die Zielgruppe zugeschnittene Ideen. Dabei spiegelt sich das Thema Sport stets durchdacht im Design und den Materialien der Häuser wider. Die Inhaberin sieht ihre Immobilien als moderne Interpretation eines Bauernhofes und setzt neue Impulse im Bereich Nachhaltigkeit, z.B. durch das erste klassifizierte Passivhaus auf dem deutschen Hotelmarkt.

 

Fazit: Quo vadis Budget-Hotellerie?

Im Anschluss an die Impulsvortragsreihe folgte eine kurzweilige Podiumsdiskussion. Eine zentrale Frage der Diskussionsrunde bildete das Thema „Standorte der Zukunft“. Hier waren sich alle Referenten einig, dass die Zukunft der Budget-Hotellerie an zentralen Innenstadtlagen mit guter Nahverkehrsanbindung liegt. Auf die Frage, ob die etablierte Hotellerie noch etwas von der Budget-Hotellerie lernen könnte, antworteten Frau Leveringhaus und Herr Luscher einstimmig „ja“. Abschließend wurde diskutiert, was ein perfekter Mitarbeiter mitbringen sollte.

 

Das anschließende Get-together im Foyer der Fakultät bot viel Gelegenheit zum Netzwerken. Für das leibliche Wohl sorgten großzügige Sponsoren: die Kugler Feinkost GmbH, das Café Guglhupf, die supernutural GmbH, der Otto Pachmayr Getränkegroßhandel, die Watzdorfer Erlebnisbrauerei, die Münchner Destillerie Feel! Gin; den Service unterstützte mit ihren charmanten Fachkräften die Talent Garden GmbH.

 

Tanja Renninger und Jessica Schnabel