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Virtual Reality an der Fakultät Tourismus

© Hochschule München
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[02|08|2018]

Studierende erproben neue Technologien mit Kreativität und Engagement


Die Anwendung von VR (Virtual Reality)-Technologie gewinnt auch und gerade im Tourismus zunehmend an Bedeutung. Deren Einsatzfelder sind vielfältig (Vgl. hierzu Guttentag, Daniel (2010): Virtual reality: Applications and implications for tourism, in: Tourism Management (31), S. 637-651) und betreffen bspw.

  • die Planung und das Management touristischer Vorhaben,
  • das klassische Marketing touristischer Destinationen,
  • den Einsatz in der touristischen Lehre für internationale Lehrprojekte oder
  • die Bewahrung von Kultur- oder Naturerbestätten vor touristischer Übernutzung.

Schon jetzt können viele Hotels, Ferienhäuser, Kreuzfahrtschiffe oder Destinationen im Rahmen von 360°-Ansichten von jedermann erlebt werden. Mit Hilfe der VR-Technologie kann der Kunde dann noch tiefer in die Umgebung eintauchen. Die Unsicherheit, die mangels Testmöglichkeiten des Produkts beim Kunden vorhanden sind und ihn möglicherweise vom Kauf respektive der Buchung abhalten, können so reduziert werden. Tussyadiah et al. stellen dabei sogar fest, dass das Erkunden einer touristischen Destination mittels VR-Technologie dazu führt, dass die Absicht, diese virtuell erlebte Destination tatsächlich zu besuchen, steigt (Vgl. Tussyadiah et al. (2018): Virtual reality, presence, and attitude change: Empirical evidence from Tourism, in: Tourism Management (66), S. 140-154).

Studierende als Filmemacher unterwegs in München
Vor diesem Hintergrund erprobten zwei Studierendengruppen im Rahmen ihres Abschluss-PBLVs diese Technologie. Der Auftrag lautete, einen oder mehrere touristische Hotspots in München zu filmen und als virtuelle Umgebung erlebbar zu machen. Aufgrund der intuitiven Anwendung der Hard- und Sofware gelang es den Studierenden innerhalb von 1-2 Tagen diesen Auftrag in Form eines ca. 2-minütigen Films umzusetzen. Herausgekommen sind mehrere äußerst unterhaltsame und bemerkenswert kreativ umgesetzte Filmsequenzen, die Lust auf München machen. Auch das Feedback von Seiten der Studierenden viel höchst positiv aus.

Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Fakultät 10 und insbesondere Prof. Brehm, Prof. Günzel und Prof. Slamka, die uns im Rahmen des Learning Labs, das Equipment zur Verfügung gestellt haben.


Filmprojekte der Studierenden
Einen ersten Eindruck der Ergebnisse finden Sie hier: https://player.vimeo.com/video/283451473

Learning Lab "Digital Technologies"
Das Learning Lab "Digital Technologies" wurde von Prof. Dr. Lars Brehm und Prof. Dr. Holger Günzel (beide Hochschule München) initiiert und vermittelt digitale Technologie-Kompetenzen an Studierende - mit und ohne IT-Vorkenntnisse. Andere Dozenten profitieren von der Möglichkeit, einen vorgefertigten, aber anpassbaren Building Block in ihre Veranstaltung einzubinden.
Durch das haptische, kollaborative und selbstgesteuerte Lernkonzept be-“greifen” und reflektieren die Studierenden nicht direkt sichtbare Funktionalitäten und Architekturen technologischer Geräte. Der Dozent agiert hierbei vor allem als Coach. Die modularen Workshopbausteine erweitern spielerisch die digitalen Kompetenzen der Studierenden und legen die Grundlage für die anschliessende Lehrveranstaltung.

Aktuell werden folgende Streams unter Nutzung unterschiedlicher digitaler Technologien angeboten (weitere Streams sind in der Entwicklung):

  • Digital Technologies Essentials (Raspberry Pi, Sensoren und Aktuatoren)
  • Learn to Code with Cozmo (Roboter Cozmo mit Scratch)
  • 360° Virtual Reality Collaborations (360° Kameras & VR Brillen

Die ständige Weiterentwicklung des Learning Lab und der Erfahrungsaustausch steht im Fokus der offenen, nicht kommerziellen Community unter Dozenten verschiedener Fachrichtungen.
Mehr Informationen unter www.ll4dt.org