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Auf Exkursion zu den D-Day-Gedenkstätten

FallstudienteilnehmerInnen vor dem Utah Beach D-Day Museum (Foto: Tilman Schröder)
FallstudienteilnehmerInnen vor dem Utah Beach D-Day Museum (Foto: Tilman Schröder)

[17|12|2019]

Studierende der Fakultät für Tourismus untersuchen Ausstellungskonzept und Besucherstrukturen des D-Day-Museums am Utah Beach in der Normandie


Die Landung der alliierten Truppen an den Stränden der Normandie, die eine der größten Schlachten des Zweiten Weltkrieges nach sich zog, jährte sich im Jahr 2019 zum 75. Mal. In verschiedenen Veranstaltungen wurde der Gefallenen und Opfer der Naziherrschaft gedacht. Seit den 1950er Jahren entstanden an den Landungsstränden der Normandie zahlreiche Gedenkstätten, Infozentren und Museen, die heute als Anlaufstellen für viele internationale BesucherInnen dienen.


Tourismuswissenschaft als Querschnittsdisziplin
Um die Konzeption und touristische Bedeutung dieser D-Day-Gedenkstätten zu erkunden, reisten Studierende der Fakultät für Tourismus im Rahmen einer Fallstudie Ende Oktober 2019 für vier Tage in die Normandie. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Norbert Klassen und Prof. Dr. Tilman Schröder hatten die Studierenden zuvor in mehreren Vorbereitungssitzungen den historischen Kontext, museumspädagogische Grundlagen sowie aktuelle Aufgaben und Herausforderungen der D-Day-Museen erarbeitet. Vor dem Hintergrund dieses vielschichtigen und emotional nicht immer einfachen Themas zeigte sich einmal mehr die Stärke der Tourismuswissenschaft als Querschnittsdisziplin.


Studierende analysieren Ausstellungs- und Wegekonzept
Vor Ort besichtigten die Studierenden das „D-Day Experience Museum“ am „Dead Man’s Corner“ sowie den deutschen Soldatenfriedhof in La Cambe. Insgesamt zwei Tage verbrachten die Studierenden daraufhin im „Utah Beach D-Day Museum“, mit dessen Leitung zuvor eine Kooperation vereinbart worden war. Die TeilnehmerInnen der Fallstudie analysierten im Museum das Ausstellungs- und Wegekonzept, untersuchten die Nutzerfreundlichkeit der „Utah Beach Inside App“ und befragten internationale MuseumsbesucherInnen zu ihren Eindrücken und Erwartungen. Darauf aufbauend erarbeiteten die Studierenden Verbesserungsvorschläge, die dem Museum vor der Rückreise nach München präsentiert und in einem ausführlichen Abschlussbericht zur Verfügung gestellt wurden.