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Mobilität. Neu. Denken.

Bei der Diskussionsrunde stellten sich die ReferentInnen den Fragen aus dem Publikum (Foto: Fakultät für Tourismus).
Bei der Diskussionsrunde stellten sich die ReferentInnen den Fragen aus dem Publikum (Foto: Fakultät für Tourismus).

[29|05|2019]

Das Master Forum Tourismus befasste sich bei der Auftaktveranstaltung 2019 mit der Frage wie Touristen künftig unterwegs sein werden.

 

Die Zahl der Touristen in Bayern steigt und diese erwarten zunehmend einfache, digitale Lösungen für ihre Reisen. Andere Länder machen es bereits vor, doch wie wollen die großen Mobilitätsanbieter in Bayern mithalten und was kann München von einem Anbieter wie dem City Airport Train in Wien lernen? Die Auftaktveranstaltung „Tourism matters!“ 2019 der Fakultät für Tourismus hat sich mit diesen Fragen auseinandergesetzt und dazu drei hochkarätige ReferentInnen geladen.

 

BranchenexpertInnen zu Gast an der Fakultät für Tourismus

Die Impulsvorträge begann Belina Neumann, die bei der Flughafen Wien AG tätig ist und dort die Abteilung Aviation Development leitet und außerdem seit Dezember 2018 Geschäftsführerin des City Airport Train (CAT) ist. Der Expresszug verbindet den Flughafen Wien in nur 16 Minuten mit der Innenstadt und ist damit die schnellste ÖPNV-Anbindung zum internationalen Flugverkehr der österreichischen Hauptstadt.

 

Dirk Düsenberg ist seit 1999 am Flughafen München tätig. Der Flughafen ist ein multimodaler Mobilitätshub, hat jedoch einen gravierenden Nachteil: er ist lediglich durch das reguläre S-Bahnnetz mit Münchens Innenstadt verbunden und es verkehren keine Expresszüge. Über den Munich Airport Express, der ähnlich dem Wiener Vorbild CAT sein sollte, wurde zwar diskutiert, jedoch konnte bislang keine Einigung darüber erzielt werden. Fest steht allerdings, dass der Flughafen München stetig wächst und es daher wichtig ist, auf die Zukunft vorbereitet zu sein und an diverse mögliche Szenarien zu denken.

 

Den Abschluss der Vorträge machte Mario Heinrich, der als Teilnetzmanager bei der DB Regio tätig ist. Seine Schwerpunkte liegen unter anderem im Marketing und der Pressearbeit. Die DB Regio setzt auf vielfältige Offline- und verstärkt auch Online-Kommunikationskanäle für die Kommunikation von bahnfreundlichen Reisezielen und Ticketinformationen und nutzt diese auch für den Ticketverkauf. Ziele für die Zukunft sind die Zielgruppenoptimierung weiter zu verstärken, aber auch die Ladezeiten und die Zweisprachigkeit von Online-Angeboten zu verbessern, sowie die mobile Version zu optimieren.

 

Eine aufschlussreiche Diskussion mit positivem Zukunftsausblick

In der anschließenden Diskussionsrunde wurden einige interessante Aspekte noch einmal näher beleuchtet, wie beispielsweise die Besonderheiten der Digitalisierung und den daraus resultierenden veränderten Kundenanforderungen. So sollte man nach Meinung der ReferentInnen nicht aufhören, darauf zu achten, in welche Richtung sich der Tourismus verändert. Des Weiteren war man sich einig, dass die Digitalisierung eine große Chance für den Nahverkehr sein kann, da die Kunden mittlerweile fast vollständig vernetzt sind und auch das Smartphone das Verhalten der Gäste nachhaltig verändert. Dieses Kundenverhalten muss daher weiterhin im Fokus von Veränderungsansätzen stehen.

 

Zum Abschluss lässt sich sagen, dass noch einige Mobilitätsengpässe bestehen, die befragten Verkehrsträgerunternehmen diese jedoch in Angriff nehmen und positiv in die Zukunft blicken. Um jedoch dies alles umzusetzen, bedarf es viel Zeit und auch der nötigen finanziellen Mittel. Das abschließende Get-Together ermöglichte den BranchenvertreterInnen, ProfessorInnen und Studierenden, sich mit den ReferentInnen auszutauschen. Dank den großzügigen Sponsoren: dem Flughafen München, dem Verein der Freunde und Förderer der Fakultät für Tourismus und Paulaner war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt.

 

Marina Jäger und Lisa Woznica, Masterstudierende im Tourismus Management